Was ist eigentlich Infrarot-Licht?

Infratorlicht

 

Infrarotstrahlen sind einfach gesagt Lichtstrahlen. Ebenso wie ultraviolette Strahlung sind auch sie ein Bestandteil dessen, was ganz allgemein als „Licht“ bezeichnet wird.  Anders als der sichtbare Bereich des Lichtes ist dieInfrarot-Strahlung allerdings für uns Menschen nicht sichtbar. Andere Lebewesen wie beispielsweise Klapperschlangen haben ein sogenanntes Grubenorgan, mit dem sie die Strahlung „sehen“ können. Dadurch schnappen sie sich warmblütige Beute auch bei vollständiger Dunkelheit. Ein Infrarot-Strahler in Kombination mit einer Schwarz-Weiß-Kamera verleiht auch einem Menschen diese „Nachtsichtfähigkeiten“.

Welche Bedeutung haben Beleuchtungswinkel und Leuchtweite?

Möchten Sie mit Ihrer Kamera einen weiten Platz mit geringer Tiefe oder eine lange Einfahrt mit schmaler Breite überwachen? Für beide Szenarien benötigen Sie einen anderen IR-Scheinwerfer. Strahlwinkel und Leuchtweite können dabei nicht beliebig kombiniert werden.

Je weiter der Strahler scheinen soll, desto schmaler muss der Lichtkegel werden. Die maximale Distanz, die ein Infrabeam-Scheinwerfer bei optimalen Bedingungen erreichen kann, liegt bei 870 Metern.  Dafür ist ein Strahlwinkel von gerade einmal 5 Grad nötig.

Unsichtbares Licht: Diskrete und semidiskrete Infrarotscheinwerfer

Infrarotes Licht bewegt sich in Wellenlängen-Bereichen zwischen 800 und 1000 nm. Eine Schwarz-Weiß-Kamera kann diese Wellenlängen „sehen“ während sie für den Menschen nahezu unsichtbar sind. Allerdings gibt es feine Unterschiede in der Sichtbarkeit. Wirklich unerkennbar ist erst die Infrarotstrahlung, die bei 940 Nanometern liegt. Diese kann auch bei völliger Dunkelheit nicht gesehen werden und ist daher diskret. 

Anders verhält es sich mit Infrarot-Licht von 850 Nanometern. Dieses kann auch im Dunkeln als leichtes Glimmen ausgemacht werden, wenn der Betrachter genau auf den Scheinwerfer schaut. IR-Strahler mit diesem Licht sind deshalb nur semidiskret.

Warum semi wenn auch ganz diskret geht?

Scheinwerfer mit 850nm reichen mit Ihrem Licht etwa doppelt so weit wie ihre Kollegen mit 940nm. So hat ein Infrabeam IR-294-XXL 220 HC mit der geringeren Wellenlänge eine Reichweite von bis zu 870 m. Der gleiche Strahler mit der größeren Wellenlänge erreicht nur 395 Meter Strahlweite. Als Nutzer müssen Sie sich also entscheiden, was Ihnen wichtiger ist: unsichtbare Beleuchtung oder eine hohe Beleuchtungsweite.

Warum funktionieren IR-Strahler nur mit Schwarz/Weiß-Kameras?

Moderne Überwachungskameras sind mit einem IR-Filter ausgestattet. Dieser sortiert bei Tageslicht die infrarote Strahlung heraus und sorgt somit für klarere Farbaufnahmen. Ist dieser Filter auch nachts noch aktiv, so kann die Kamera die spezielle Beleuchtung nicht richtig verarbeiten. Eine Nachtkamera jedoch ist wesentlich lichtempfindlicher und bietet somit beste Bedingungen für die Kombination mit einem infraroten Scheinwerfer. Wer tagsüber und nachts Überwachungsbilder mit hoher Qualität erhalten möchte, nutzt am besten eine duale Kamera mit zwei Objektiven, eines für Aufnahmen im Hellen, eines für Nachtaufnahmen.